Historie

1960


Dipl.-Volkswirt Adolf Jass gründet in Gronau an der Leine in Niedersachsen die Papierfabrik Adolf Jass und nimmt die erste Papiermaschine in Betrieb. Sie produziert zunächst 12 Tonnen am Tag.

1965


Die Papierfabrik wird modernisiert und die Kapazität auf 20.000 Tonnen im Jahr erweitert.

1970/71


Bei der Suche nach einem zweiten Produktionsstandort fällt die Entscheidung auf Fulda in Hessen. 1971 geht die Papiermaschine 2 (heute PM 4) mit Kraftwerk und Kläranlage in Betrieb. Die Jahreskapazität beträgt 80.000 Tonnen.

Mit einem technisch innovativen Konzept wird der Grundstein für die Produktion einer neuen Generation qualitativ hochwertiger Wellpappenrohpapiere geschaffen.

1980/81


In Fulda wird die zweite Papiermaschine (PM 3) gebaut und in Betrieb genommen. Sie verfügt über eine Jahreskapazität von 120.000 Tonnen. Das Kraftwerk wird durch den Bau eines neuen Dampfkessels und einer zusätzlichen Dampfturbine mit dem ökologisch sinnvollen Prinzip der Kraft-/Wärme-Kopplung (KWK) erweitert.

1989-2000


Die Papiermaschinen werden auf den neuesten Stand der Technik modernisiert und erweitert. Gemeinsam mit Maschinenlieferanten werden technische Innovationen entwickelt und in Fulda erstmals in die Praxis umgesetzt. Die Jahreskapazität beider Papiermaschinen steigt auf 500.000 Tonnen.

Es erfolgen umfangreiche Investitionen in die Schonung der Umwelt und ihrer Ressourcen. Die Kläranlage wird um eine Anaerobstufe und das Kraftwerk um einen GuD-Prozess (auch KWK) erweitert: Einem weiteren Kessel- und Dampfturbinenblock sind Gasturbinen vorgeschaltet. Sie erhöhen die Erzeugung von Eigenstrom und reduzieren den spezifischen Gasverbrauch pro Tonne Papier.

1990

Nach einem Großbrand wird die Papiermaschine in Gronau stillgelegt.

2001


Ein vollautomatisches Rollenlager, in dem Papierrollen bis zu 15 Metern hoch gestapelt und mit Vakuumhebern transportiert werden, geht in Betrieb.

2004/05


Die Papierfabrik Adolf Jass expandiert nach Rudolstadt/Schwarza in Thüringen. In nur 14 Monaten entsteht eine der weltweit modernsten Papierfabriken für leichtgewichtige Wellpappenrohpapiere. Das Inbetriebnahmeteam stellt mit 1.105 m/min einen neuen Geschwindigkeitsrekord im Anfahren von Verpackungspapiermaschinen auf.

2010

Durch laufende Optimierungen und Ausbauten der Produktionsprozesse und ihrer Nebenanlagen verfügt die Papierfabrik Adolf Jass über eine Produktionskapazität von 950.000 Tonnen im Jahr. Die höchste Tagesproduktion der drei Papiermaschinen betrug 3.374,90 Tonnen am 17. Juli 2011.

2013

Am 4. April 2013 verstirbt der Firmengründer Adolf Jass im 94. Lebensjahr.
2015

Die Papierfabrik Adolf Jass Schwarza produziert nach einer 10-tägigen Ertüchtigung der PM 1 erstmals 1500 m Papier/Minute. Die Produktionskapazität des Unternehmens liegt bei 1 Mio. t im Jahr.